Ausgewähltes Werk
Climbing Party
Climbing Party baut eine Landschaft, die weniger Ort als Maschine ist.

Kurzbeschreibung
Climbing Party baut eine Landschaft, die weniger Ort als Maschine ist: ein Matterhorn als vertikaler Kanal, durch den Materie, Energie und Bedeutung zirkulieren. Vom Gipfel läuft eine glühende Spur bergab und koppelt das Oben an ein großes, ringförmiges Gebilde im Vordergrund – ein tunnelartiger Krater, der wie eine Öffnung ins Innere der Szene wirkt. Figuren/Fragmente sitzen an den Rändern dieser Dynamik: rechts als Schwellenposten am Eingang, links als bläserartige Kraft, die Bewegung und Verdichtung überhaupt erst anstößt. Unten zieht ein wellenförmiger Teppich die Komposition zusammen und hält die Erzählung offen zwischen Geologie, Technik und kosmischer Projektion.
Materialität & Verfahren
Die Arbeit verschaltet Handspur und Konstruktion: Aquarell legt Atmosphäre und Unschärfe als Wetterlage an, während die digitale Modellierung (Blender) den Tunnel als präzise, technisch wirkende Form setzt. In GIMP werden die Ebenen montiert, Kanten verschoben, Texturen gegeneinander geschoben – so entsteht der Eindruck einer hybriden Topografie, die „gebaut” ist, nicht gefunden. Acrylinterventionen greifen als Störungen und Markierungen ein: Spuren, Spritzer, Verdichtungen, die das Bild wieder ins Physische ziehen und die Illusion eines geschlossenen digitalen Raums brechen. Der zentrale „Kern“ im Tunnel (minenspitzen-/speicherartig) bündelt diese Logik: Energie fließt nicht nur, sie wird gesammelt, umcodiert, neu ausgegeben.
