Simulation
Surfin
Digitale Bildarbeit von 2017, als bewegte Simulation 2026 neu umgesetzt.
Digitale Malerei · digitale Bildbearbeitung · Compositing · Simulation
Kurzbeschreibung
„Surfin“ übersetzt meine ursprünglich statische Fotomontage in eine bewegte digitale Simulation. Eine Figur surft durch einen dunklen, fast kosmisch wirkenden Ozean. Die Welle besteht nicht aus Wasser, sondern aus einer Wiesen- und Pflanzenfläche: Natur wird zur Brandung. Der Kopf der Figur erscheint als Blüte, der Körper trägt florale Einschlüsse und verbindet menschliche Bewegung mit botanischer Mythologie.
In der neuen Umsetzung werden Licht, Glitzer, Pflanzenmotive und Wellenbewegung als animierte Ebenen aktiviert. Partikel lösen sich aus der Bildfläche, verdichten sich zu Strömungen und lassen die ursprüngliche Montage räumlicher und zeitlicher erscheinen. Die sichtbaren Übergänge zwischen Wasserfläche, Wellenkante, Figur, Blüte und Pflanzenstruktur bleiben erhalten. Sie werden nicht geglättet, sondern als Kollision verschiedener Bildwelten betont.
Die Simulation führt die ursprüngliche Idee des reisefähigen Bildes weiter: Wenn der Körper nicht reisen kann, bewegt sich das Werk. Aus der transportablen Fotomontage wird eine digitale Szenerie, die auf unterschiedlichen Bildschirmen, in Ausstellungen und virtuellen Räumen zirkulieren kann. Surfen wird zur Metapher für Umlauf, Widerstand und Aufbruch – von Werk zu Ort, von Blick zu Blick.
