Ausgewähltes Werk
Princess Pearl
Princess Pearl zeigt eine Figur, die fast vollständig zur Hülle geworden ist.

Kurzbeschreibung
Princess Pearl zeigt eine Figur, die fast vollständig zur Hülle geworden ist: ein tiefblauer, stoffartig gefalteter Körper sitzt im Zentrum wie eine Blüte aus Mantel, Kleid oder Flügeln. Der Kopf ist nur als helle Perle angedeutet – eine glatte, anonyme Oberfläche, die Identität reduziert und zugleich adelt. Um die Figur legt sich ein dreieckiger Rahmen wie ein Reliquiar oder eine Bühne; außen herum ein Kreis aus ovalen Modulen, die an Schuppen, Perlenreihen oder ein technisches Raster erinnern. So entsteht ein Bild zwischen Märchen und Interface: „Prinzessin“ nicht als Person, sondern als Zustand aus Schutz, Ornament und System.
Materialität & Verfahren
Die Arbeit entsteht digital in einem kombinierten Workflow. In Nomad werden Grundform und Volumen der zentralen Figur als weich gefaltete Masse angelegt; am Zeichenpad werden Details, Kanten und Übergänge weitergeführt, bevor in der Bildbearbeitung die Komposition geschlossen wird. Die Perle wird als glatter Kontrapunkt zur stofflichen Faltung gesetzt (Glanz/Schattierung als Materialsignal). Rahmen und Außenring entstehen über wiederholte Module und Musterflächen: ein dreieckiges „Innenfeld“ mit feinem Raster und ein kreisförmiger Kranz aus ovalen Elementen, die Tiefe über Wiederholung erzeugen. Transparenzen, Lichtführung und Kontrastverdichtung halten die Figur in der Mitte und lassen Ornament und Trägerstruktur als Schutzsystem wirken – weniger Dekor, mehr Architektur der Präsenz.
Referenzen
Medium/Tools: Nomad App; Zeichenpad; Computer/Bildbearbeitung
Motiv/Index: zentrale blaue Faltfigur (Kleid/Blüte/Flügel); „Perlen“-Kopf; Dreieckrahmen (Reliquiar/Bühne); Außenring aus ovalen Modulen (Perlen/Schuppen/Raster)
Technik: digitales Modellieren + Zeichnung, Pattern-/Modulwiederholung, Layering/ Compositing, Glanz-/Schattenführung, Kontrastverdichtung
